Verfügbare Furniere
| Furnier | Verleimung Längs/Quer | Gewicht ca. g | Härte Brinell I | | Furnier | Verleimung Längs/Quer | Gewicht ca. g | Härte Brinell I |
| Balsa 1,0mm | L + Q | 5 | 3 | | Elsbeere (Birnb.) 0,6 | L + Q | 17 | 24 |
| Balsa 1,5mm | L + Q | 8 | 3 | | Anegre 0,50 mm | L | 11 | 25 |
| Balsa 2,0 mm | L + Q | 11 | 3 | | Nußbaum 0,5 mm | L + Q | 14 | 26 |
| Balsa 3,0 mm | L + Q | 16 | 3 | | Nußbaum 0,9 mm | L | 24 | 26 |
| Balsa 4,0 mm | L + Q | 21 | 3 | | Macoré 2,0 mm | L | 55 | 27 |
| Balsa 5,0 mm | L + Q | 25 | 3 | | Birke 0,6 mm | L + Q | 14 | 28 |
| Balsa 6,0 mm | L + Q | 31 | 3 | | Kirschbaum 0,50 mm | L + Q | 14 | 29 |
| Balsa 8,0 mm | L + Q | 42 | 3 | | Kirschbaum 0,9 mm | L | 17 | 29 |
| Fichte 1,0 mm | L | 15 | 12 | | Mahagoni 0,5 mm | L + Q | 17 | 30 |
| Pappel 2,5 mm | L + Q | 45 | 13 | | Teak 0,55 mm | L | 21 | 31 |
| Pappel 4,0 mm | L + Q | 68 | 13 | | Europ. Ahorn 0,5 mm | L + Q | 12 | 30 |
| Erle 0,56 mm | L + Q | 12 | 14 | | Tineo (ind. Apfel) 0,55 | L | 16 | 32 |
| Gabun 2,0 mm | L + Q | 35 | 15 | | Buche 2,4 mm | L | 70 | 34 |
| Gabun 2,5 mm | L | 43 | 15 | | Buche 0,25 mm | L | 7 | 34 |
| Linde 0,5 mm | L + Q | 13 | 16 | | Buche 0,5 mm | L + Q | 14 | 34 |
| Abachi 0,55 mm | L | 13 | 19 | | Buche 0,65 mm | Q | 19 | 34 |
| Abachi 1,2 mm | L + Q | 19 | 19 | | Esche 0,5 mm | L | 15 | 38 |
| Abachi 1,0 mm | L + Q | 17 | 19 | | Esche 0,65 mm | L + Q | 19 | 38 |
| Abachi 1,4 mm | L + Q | 21 | 19 | | Kan. Ahorn 0,6 mm | Q | 15 | 38 |
| Abachi 2,5 mm | L | 36 | 19 | | Mutenye 0,6 mm | L | 21 | 40 |
| Abachi 3,3 mm | L + Q | 55 | 19 | | Santos Palisander 0,6 | L + Q | 19 | 40 |
| Kiefer 1,2 mm | L + Q | 18 | 20 | | Bubinga 0,5 mm | L +Q | 21 | 40 |
| Kiefer 2,5 mm | L + Q | 52 | 20 | | Wenge 0,5 mm | L | 21 | 45 |
| Koto 0,65 mm | L + Q | 17 | 20 | | Wenge 0,6 mm | L + Q | 25 | 45 |
| Limba 0,55 mm | L + Q | 14 | 22 | | Merbau 0,5 mm | L | 20 | 47 |
Die angegebenen Werte Brinell I Härte sind Durchschnittswerte und können ca. 10-20% höher oder tiefer liegen, ebenso variieren die Furnierstärken ebenso je nach Lieferung ein wenig. Bei der Brinell Härte ist natürlich auch die Furnierstärke von Bedeutung. Z. B. wird ein Wenge 0,6 Furnier schneller sein als ein Merbau 0,5 mm Furier (20% dicker).
Man sollte beachten, dass die Furniere immer kreuzverleimt werden können, also jeweils abwechselnd längs und quer. Erle als Zwischen- und Deckfurnier wäre z. B. nicht möglich, da dieses nur in Längsmaserung vorrätig ist.
Auch das Gewicht der Furniere kann geringfügig schwanken, da jede Lieferung etwas anders ausfällt. Die Varianten bzgl. der 4- oder 6-schichtigen Verleimung LQLLQL bzw. LQQL habe ich erfolgreich gestestet (größtenteils ohne Verzug des Holzes), noch besser ist allerdings eine ausgewogenere Verleimung, z. B. LQQLQL oder LQLQQL, je nach dem, wo ein Balsafurnier vorhanden ist, welches dann in der gleichen Maserrichtung verleimt wird.
Daher kann ich auch 4- oder 6-schichtige Hölzer bauen, allerdings nur mit diesen Verleimungsarten und wenn eines der beiden Mittelfurniere Balsa ist, da sich Balsa ausgesprochen gut und problemlos in der Art verleimen läßt.
Das geringste Verzugsrisiko gibt es natürlich bei Hölzern mit 5- oder 7-schichtigem (symmetrischem) Aufbau.
Wichtig bei der Verleimung der Furniere ist noch, dass die Deckfurniere beide die gleiche Maserrichtung haben (also Längs oder quer), da es ansonsten zu unterschiedlichen Spannungen im Holz kommen könnte (Verzug).
Wegen der etwas höheren Stabilität würde ich nach Möglichkeit bei den Außenfurnieren eine Längsmaserung empfehlen, insbesondere bei dünnen Aufbauten (weniger als ca. 6-7 mm). Bei dickeren Hölzern ist das m. E. relativ egal und beeinflusst auch nicht die Spieleigenschaften.
Spieleigenschaften der Furniere
Grundsätzlich ergibt jede unterschiedliche Kombination aus Kern, Zwischen- und Deckfurnier auch mehr oder weniger unterschiedliche Spieleigenschaften. Grundsätzlich gibt es viele tausend Kombinationsmöglichkeiten, Daher habe ich bei "Standardhölzer" und "Kombihölzer" lediglich eine kleine Auswahl an sinnvollen Kombinationen aufgeführt, um Ihnen eine kleine Entscheidungshilfe zu geben und das Ganze nicht zu unübersichtlich zu gestalten.
Die Beschreibungen zu den Furnieren oder Furnierkombinationen geben natürlich nur meine persönlichen Eindrücke der durchgeführten Spieltests wieder und sind daher ohne Gewähr!
Wenn man z. B. ein sehr hartes Furnier als Zwischenfurnier verleimt, erhält man in Kombination mit einem relativ weichen Deckfurnier (z. B. Limba oder Koto) einen mittelharten Anschlag. Das Tempo ist dann natürlich etwas geringer, als wenn das harte Furnier außen aufgeleimt wird. Gleiches gilt, wenn man z. B. Kirschbaum als Zwischenfurnier nimmt, hat das Holz einen leicht flacheren Ballabsprung. Kirschbaum als Deckfurnier hat einen sehr flachen Ballabsprung usw.
Balsa ist extrem leicht und weich und hat einen "Sprungfeder-Effekt", das heißt je dicker der Balsakern, desto mehr Power entfaltet ein solches Holz bei offensiven Aktionen. Im passiven Spiel nimmt das Holz etwas Tempo aus dem Spiel. Sehr dünne Balsafurniere (1,0 oder 1,5 mm) empfehle ich als Zwischenfurnier ausdrücklich auch Spielern, die keinen Katapulteffekt wünschen, bzw. sonst nur "normale" balsafreie Hölzer spielen, da dieser Katapult-Effekt bei diesen dünnen Stärken praktisch nicht vorhanden ist, stattdessen aber trotzdem bei passivem Spiel ein leichter Dämpfungseffekt erzielt wird. Einen spürbaren Balsaeffekt gibt es meines Erachtens erst ab 3 - 4 mm Stärke.
Statt 1x 6 mm Balsakern kann man natürlich auch z. B. 3 + 1,5 + 1,5 mm nehmen. Das reduziert den Balsaeffekt minimal und erhöht die Stabilität. Hier gibt es sicherlich unzählige sinnvolle Kombinationen. Balsa ist also ausgezeichnet als Kern- oder Zwischenfurnier geeignet. Als Deckfurnier ist es nur bedingt einsetzbar, da es zwar durchaus sehr gut zu spielen ist, aber auch äußerst empfindlich ist.
Abachi ist sicherlich DIE Alternative für alle Spieler, die keinen Balsakern spielen möchten. Abachi wird bei vielen klassischen Kataloghölzern als Kernfurnier und/oder Zwischenfurnier verwendet (seltener als Deckfurnier), da es relativ leicht ist und sehr gute Spieleigenschaften besitzt.
Abachi läßt sich auch sehr gut mit Balsa kombinieren, wodurch man sehr gute Hölzer mit relativ geringem Gewicht bauen kann, z. B. Kern 2,5 mm Abachi + 1,5 mm Balsa Zwischenfurnier oder umgekehrt 3 mm Balsakern und 1,0 mm Abachi Zwischenfurnier + 1 bis 2 weitere Furniere je nach gewünschter Tempo-Ausrichtung. Abachi 1,0 mm eignet sich auch sehr gut als Zwischenfurnier, insbesondere vor Limba. Das lässt sich sehr gut spielen und reduziert z. B. auch den Balsaeffekt bei einem eher dicken Balsakern.
Pappel: Wer eine langsame Alternative zu Balsa oder Abachi sucht, sollte einen Pappelkern 3 oder 4 mm nehmen. Pappel ist sehr weich und unterstützt ein kontrolliertes, spinorientiertes Spiel. Je nach weiterem Aufbau ergeben sich in der Regel Spielmöglichkeiten zwischen DEF und ALL+. Mit Pappel lassen sich in jedem Fall die langsamsten Hölzer bauen, interessant also für Defensivspieler.
Erle ist gut als Deckfurnier geeignet, wenn man Wert auf gute Kontrolle und Spinwerte setzt. Relativ langsam bei recht weichem Anschlag. Von den Spieleigenschaften irgendwo zwischen Linde und Limba (hängt natürlich auch vom weiteren Aufbau ab). Ich habe Erle auch schon mit LN getestet und war mit den Spieleigenschaften sehr zufrieden.
Gabun (Okoumé) eignet sich ebenfalls sehr gut als Kernfurnier (2,0 oder 2,5 mm Stärke), da es ein sehr weiches, relativ leichtes und ziemlich elastisches Holz ist. Gabun unterscheidet sich von den Spieleigenschaften mit Abachi Kern deutlich (schneller, etwas flacherer Ballabsprung, sehr spinfreudig) und ist daher sicherlich eine gute Alternative zu Abachi. Ich werde das Holz ab sofort auch für meine Kombi-Griffschalen verwenden, da das Holz dunkler ist als Abachi. Der erste Spieltest mit der Kombination Limba - Elsbeere - Balsa 3 mm - Gabun 2,5 - Balsa 1,0 - Kirschbaum war sehr positiv, ausgezeichnete Kontroll- und Spinwerte.
Kiefer habe ich auch als Alternative für die Verwendung als Kernfurnier (2,5 mm Stärke) bestellt. Bei ansonsten gleichem Aufbau ist Kiefer merklich schneller (bei der Kombination eher OFF statt OFF- auf der Vorhand) als z. B. Gabun oder Abachi. In Kombination mit eher härteren Zwischen- und/oder Außenfurnieren lassen sich mit Kiefer sicherlich sehr gute OFF-/OFF Hölzer bauen. Bei dem Test hatte ich ein sehr gutes Gefühl bei Block-/Konter- sowie schnellen, harten Topspins. Ab 08/2011 habe ich auch Kiefer in 1,2 mm in mein Sortiment aufgenommen, da es sich sehr gut als Zwischenfurnier für Offensivhölzer eignen dürfte (noch ungetestet).
Linde ist ein sehr weiches Furnier. Nach ersten Spieltests noch langsamer und weicher als Erle. Man kann -als Deckfurnier verwendet- damit weiche, sehr sichere Topspins bei hohen Kontroll- und Spinwerten ziehen. Linde würde ich also für DEF bis ALL+ orientierte Spieler als Deckfurnier empfehlen.
Koto (auch ein klassisches Furnier) ist schon spürbar schneller und recht spinfreudig, daher sehr gut als Zwischenfurnier (z. B. mit Limba) oder ggf. auch als Deckfurnier geeignet. Das Furnier ist etwas dicker (ca. 0,65 mm) und somit auch etwas schwerer und schneller.
Limba: Für ein spinorientiertes Spiel bei sehr guter Kontrolle eignet sich für mich Limba am besten. Für mich ist Limba DAS Spin-Furnier und sollte bei spinorientierten Spielern auf keinem Holz fehlen. Es läßt sich darüber hinaus auch hervorragend mit allen anderen Furnieren kombinieren.
Elsbeere (Schweizer Birnbaum): Für mich ein ausgezeichnetes Furnier. Ich verwende es selbst als Zwischenfurnier hinter Limba auf der Vorhand. Elsbeere ist mittelhart, sehr fest und elastisch bei leicht flacherem Ballabsprung. Daher ist es m. E. in erster Linie als Zwischenfurnier sehr gut geeignet, aber natürlich auch als Deckfurnier, wenn ein höheres Tempo bei etwas flacherem Ballabsprung gewünscht it. Elsbeere ist also ideal für ein variables Topspinspiel.
Anegre ist mittelhart und recht starr, aber sehr leicht und läßt sich relativ direkt spielen und hat meines Erachtens einen leichten Dämpfungseffekt (zumindest hinter einem dünnen Balsafurnier), ist also recht langsam. Daher ist Anegre sicherlich für alle eher defensiv ausgerichteten Spieler oder Materialspieler interessant. Es lassen sich z. B. gut kurze Blocks spielen oder Topspins mit LN abstechen. Anegre ist wohl dasLangsamste vorrätige Furnier.
Nussbaum läßt sich sehr direkt spielen. Nussbaum ist relativ hart und mittelschnell. Durch das sehr direkte Spielverhalten ist es sicherlich am besten für Block-/Konter-/Endschlagspieler oder für kurze Noppen geeignet. Natürlich eignet sich Nussbaum auch sehr gut als Zwischenfurnier. In Verbindung mit Limba als Deckfurnier zum Beispiel ergibt sich ein Holz für variable Angriffspieler, mit (extrem) hartem Deckfurnier entsprechend für kompromisslose Angreifer.
Macoré habe ich in 08/2011 als weiteres Kernfurnier als Alternative zu Balsa, Abachi, Gabun und Kiefer aufgenommen (noch ungetestet).
Birke: Dieses Furnier eignet sich als Zwischen- oder Deckfurnier, wenn man ein etwas höheres Tempo und ein härteres Anschlaggefühl wünscht. Eher normaler, bis leicht höherer Ballabsprung (je nach weiterem Aufbau) bei guten Spinwerten.
Kirschbaum: Für mich das beste Furnier in Kombination mit langen Noppen, da Kirschbaum einen flachen Ballabsprung bei sehr guten Effetwerten in der langen Abwehr hat. Für variables Spiel (Block, Schupf, Abstechen, lange Abwehr, Kontern) sicherlich erste Wahl. Sehr gute Eignung also für Materialspieler (Anti, lange Noppen, kurze Noppen) und Spieler, die mit schnellen, flachen Topspins oder Endschlägen zum Punktgewinn kommen wollen. Mein Favorit für variables Störspiel!
Mahagoni hat eignet sich besonders für variable Topspinspieler, die einen etwas härteren Anschlag bevorzugen. Hier habe ich seit 08/2011 neue, sehr schöne Furniere in ca. 0,5 mm Stärke. Mahagoni eignet sich daher sowohl als Zwischenfurnier (z. B. zusammen mit Limba) oder als Deckfurnier, wenn man ein etwas höheres Tempo als z. B. mit Limba als Deckfurnier erzielen möchte. Mahagoni habe ich jetzt auch erfolgreich auf einem Balsaholz mit LN getestet. Sehr gutes Spielgefühl bei mittelhartem Anschlag und guter Kontrolle. Sicherlich einen Test wert!
Teak habe ich seit 08/2011 neu im Sortiment (noch ungetestet).
Europäisches Ahorn hat einen mittelharten, normal hohen Anschlag. Ahorn ist trotz der mittleren Härte relativ langsam (aber etwas schneller als Anegre) und hat sehr ausgewogene Spieleigenschaften: mittlere Effetwerte, ein gutes Block-/Konterverhalten und ist einfach zu kontrollieren. Aufgrund des sehr geringen Gewichts ist Ahorn sicherlich eine gute Alternative als Sperr-, Zwischen- oder Deckfurnier, z. B. für Spieler, denen der Ballabsprung von Limba zu hoch ist und eher variabel als nur spinorientiert spielen. Hier habe ich schon erfolgreich die Kombinationen Ahorn - Buche, Ahorn - Limba und Ahorn - Kirschbaum (RH) getestet. Ich werde in Kürze auch einige Hölzer mit Ahorn als Sperrfurnier (Trennen VH-RH bzgl. unter-schiedlichem Tempo bzw. Spieleigenschaften) bauen, da sich Ahorn hierfür wegen des geringen Gewichts und der ausgewogenen Spieleigenschaften anbietet.
Kanadischer Ahorn ist noch um einiges härter und hat einen guten Sound.
Tineo (indischer Apfelbaum) habe ich jetzt auch ein paar mal getestet. Dieser Furnier eignet sich aufgrund des recht harten Anschlags und leicht flacherem Ballabsprung zum einen für Angriffspieler, die ein höheres Tempo für schnelle Topspins, Gegentopspins und Block/Konter/Schüsse benötigen, aber auch für Materialspieler, da Tineo eine gute Spinumkehr hat und auch in der langen Abwehr glänzt. Wer also mal etwas "exotisches" ausprobieren möchte, was sich auch noch gut spielen lässt und sehr schön aussieht, sollte Tineo einfach mal ausprobieren.
Buche hat sehr gute Block-/Kontereigenschaften bei relativ flachem Ballabsprung und ist daher z. B. für Spieler, die auf der Rückhand diese Spielweise bevorzugen, sehr gut geeignet. Buche ist natürlich auch sehr gut für Materialspieler geeignet, die überwiegend am Tisch agieren, da sich z. B. mit langen Noppen die Bälle sehr gut und auch für den Gegner unangenehm zurückspielen lassen. Buche ist die etwas härtere Alternative zu Ahorn.
Buche hat allerdings nicht so hohe Spinwerte. Wer darauf Wert legt, sollte ein anderes Furnier wählen.
Buche 0,25 mm ist aufgrund des sehr geringen Gewichts sehr gut als Zwischen- oder ggf. auch als Deckfurnier geeignet; z. B. um bei einem 7-schichtigen Holz das Gewicht niedrig zu halten und trotzdem ein höheres Tempo als bei einem 5-schichtigen Holz zu erzielen. Läßt sich sehr gut spielen, feines Anschlaggefühl, allerdings nicht so ausgeprägte Spieleigenschaften wie bei 0,6 mm Stärke.
Buche 2,4 mm habe ich neu ins Sortiment aufgenommen. Aufgrund der hohen Härte und somit hohen Gewichts bietet sich Buche 2,4 mm als Kernfurnier bei 5-schichtigem Aufbau und Zwischenfurnieren aus Balsa an. Grundsätzlich eignet sich dieses Furnier sicherlich für Offensivhölzer mit hartem Anschlag.
Esche als Zwischen- oder sogar Deckfurnier ist für den kompromisslosen Angreifer empfehlenswert. Dieses Furnier ist ziemlich hart und schwer bei einen eher normal hohen Ballabsprung, Entsprechend harter Ballanschlag. In erster Linie würde ich Esche als Zwischenfurnier empfehlen. Das reicht völlig aus, um das Holz schneller, härter und steifer zu machen.
Mutenye ist ein extrem hartes und schweres Furnier, trotzdem mit verhältnismäßig guten Spinwerten (besser als Buche) bei normalem bis eher hohem Ballabsprung (wie z. B. Limba, nur viel härter, schneller und nicht so elastisch). Daher ist Mutenye durchaus sehr gut als alternatives Deckfurnier geeignet, wenn ein höheres Tempo gewünscht ist. Mutenye sieht darüber hinaus auch sehr schön aus.
Santos Palisander, ein sehr edles und teures Furnier, bietet sich aufgrund seines Äu8eren in erster Linie als Deckfurnier an. Recht harter Anschlag und sehr gut zu kontrollieren. Dazu sieht Palisander auch noch äußerst gut aus! Santos Palisander ist natürlich kein Standardfurnier, sondern sicherlich etwas für Liebhaber, die mal etwas anderes ausprobieren möchten.
Bubinga ist ebenfalls ein extrem hartes Furnier ähnlich wie Mutenye oder Merbau. Bubinga liegt beim Ballabsprung etwa dazwischen (normal hoher Ballabsprung), hat eine recht gute Kontrolle und ist etwas spinfreudiger als Merbau, welches dafür aber eine noch höhere Spinumkehr hat. Insgesamt also für Spieler zu empfehlen, die entweder einen harten Anschlag und hohes Tempo wünschen, oder auch für Noppen- oder Anti-Spieler.
Wenge ist äußerst hart und sehr schwer und daher sehr gut für Materialspieler geeignet, die überwiegend am Tisch agieren (sehr gute Spinumkehr). Wenge hat trotz seiner Härte gute Spinwerte bei sehr direktem Spielverhalten und ist daher auch für Block-, Konter- oder variable bis agressive Angreifer sehr gut geeignet. Allerdings ist Wenge relativ schwierig zu bearbeiten Von Spielern, die ein Holz mit Wenge (meist auf der Rückhand) gekauft haben, habe ich praktisch nur positive Rückmeldungen erhalten.
Merbau ist ebenfalls eine Alternative für Spieler, die einen harten Anschlag wünschen. Merbau ist aufgrund der etwas geringeren Stärke von ca. 0,5 mm etwas leichter und nicht so schnell wie z. B. Wenge. Merbau läßt sich recht einfach und direkt spielen (gute Kontrolle) und ist aufgrund der sehr guten Spinumkehr gut für Materialspieler geeignet.
Wenge und Merbau neigen beim Aussägen leider etwas zum Splittern, daher sind hin und wieder kleine Macken von 1-2 mm im Kantenbereich nicht auszuschließen. Falls das passiert, werden diese kleinen Macken aber natürlich noch bestmöglich nachgebessert.
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